Schlagworte: Makler

Was Käufer und Verkäufer über den Makler wissen sollten!

Der Makler ist ein wichtiger Bestandteil im Vermittlungs- und Verkaufsprozess einer Immobilie. Er nimmt dem Verkäufer zahlreiche Arbeiten, wie die Führung in der Immobilie, das Verfassen von Beschreibungstexten und das Anfertigen von Bildern, ab. Für potentielle Käufer dient er als Vertrauter. Er stellt die Vorteile der Immobilie dar und sollte auch die Nachteile nicht verschweigen.

Bei der Vermittlung wird der Makler somit für den Verkäufer und Käufer tätig. Dennoch gibt es einige Aspekte, die den Parteien nicht bekannt sind. Nachfolgend sollen diese Besonderheiten über den Makler beschrieben werden.

Was Käufer über den Makler wissen sollten!

Der Käufer ist bereit eine größere Summe Geld zu investieren. Dies kann entweder beim Kauf oder auch bei der Miete, hier über einen längeren Zeitraum verteilt, geschehen. Um kein Geld zu verbrennen und sich richtig beraten zu lassen, sollten Käufer folgendes über den Makler wissen.

  • Doppelter Lohn: Natürlich ist es möglich mehrere Makler zu beauftragen. Diese können einem Immobilien vorführen. Allerdings müssen Käufer aufpassen. Lassen Sie sich von zwei unterschiedlichen Maklern ein und dieselbe Immobilie zeigen, wird mit Abschluss des Kaufvertrages auch für beide Personen die Maklercourtage fällig. Beide Makler können durch ihre Führung zum Verkauf beigetragen haben.
  • Falschberatung: Der Makler sollte fair und ehrlich agieren. Allerdings profitiert er von einem Vertragsabschluss. Denn er ist immerhin prozentual am Verkaufserlös beteiligt. Manch ein Vertreter dieser Zunft hat daher ein Objekt schon schöner und besser erscheinen lassen, als es in Wahrheit ist. Eine Fehlberatung, die in einem überstürzten Kauf mündet und finanzielle Nachteile mit sich bringt, kann angefochten werden. Entsprechende Fälle sind bekannt. So hat ein Makler zum Kauf geraten, obwohl dieser mit dem Verkauf einer anderen Immobilie bezahlt werden sollte. Diese kann, nach Angaben des Maklers, problemlos abgesetzt werden. Eine Falschberatung, denn der Absatz kam nicht zeitnah zustande.

Was Verkäufer über den Makler wissen sollten!

Verkäufer erwarten vom Makler einen möglichst profitablen Verkauf. Es werden ein Angebotspreis und ein unterstes Limit festgelegt. Anschließend muss der Makler tätig werden. Verkäufer sollten sich aber nicht nur zurücklehnen.

  • Falschangaben: Macht der Makler falsche Angaben über das zu verkaufende Objekt, so kann der Verkäufer zur Haftung herangezogen werden. Dies gilt nur dann, wenn der Makler auch Tätigkeiten des Verkäufers übernimmt. Dies ist meistens der Fall, wenn sich Käufer und Verkäufer beim Notartermin das erste Mal gegenüberstehen. Die Falschangaben fallen häufig in die Kategorie der arglistigen Täuschung.
  • Angebotseiterleitung: Makler sind nicht verpflichtet jedes Angebot, sofern es nicht annahmefähig ist, an den Verkäufer weiterzuleiten. In einem Fall bot ein potentieller Käufer einen Betrag inklusive Maklercourtage. Der Makler rechnete seine Bezahlung heraus und übermittelte ein reduziertes Angebot, welches als zu niedrig empfunden wurde. Später wurde das Haus für 10.000 weniger bezahlt. Richter urteilten, dieses Vorgehen sei rechtens, da die Provision für den Makler eindeutig vereinbart gewesen ist. Der Makler ist bei entsprechender Abmachung nicht verpflichtet auf einen Teil seines Lohns zu verzichten.

Ein guter Makler steht gleichermaßen auf der Seite des Verkäufers und des Käufers. Er versucht einen für alle Parteien fairen Vertragsabschluss herbeizuführen und verdient hierbei durch die Vermittlung.

Der Hauskauf ist oftmals teurer als gedacht!

Junge Leute informieren sich häufig über die Anschaffung einer Immobilie. Dabei sind meist zunächst nur die Kosten für die Anschaffung im Blick. Weitere Ausgaben werden weder im Internet, noch in der Zeitung, bei dem entsprechenden Objekt angezeigt. Tatsächlich wird der reine Hauskauf noch durch weitere Faktoren in die Höhe getrieben.

Diese zusätzlichen Posten sollen in diesem Artikel Erwähnung finden.

Zusätzliche Kosten beim Kauf eines Hauses

Mit dem Bezug des Kaufobjektes wird ein neues Leben begonnen. Dieses sollte jedoch nicht auf tönernen Füßen gestartet werden. Ein solides Fundament ist nicht nur für die Immobilie, sondern auch für die Kostenplanung nötig.

Kosten, die während des Hauskaufs bedacht werden müssen:

  • Anschaffung – Diese Ausgaben hat jeder im Blick. Sie werden an prominenter Stelle deutlich gemacht. Wer die Möglichkeit hat zu handeln, der sollte dies wahrnehmen. Mit dem Versprechen sofort zuzuschlagen, wenn der Preis abgesenkt wird, können gute Geschäfte gemacht werden.
  • Grundbucheintrag – Die Eintragung ins Grundbuch macht den Kauf zu einer beschlossenen Sache. Zusätzliche Ausgaben lassen sich mit 0,5 Prozent des eigentlichen Preises berechnen.
  • Makler – Der Vermittler zwischen den Parteien ist der Makler. Er führt durch das Haus und stellt Vor- und Nachteile dar. Für seine Dienstleistung wird er am Verkauf beteiligt. Er erhält zusätzlich, je nach Bundesland, zwischen 3,0 und 6,0 Prozent.
  • Notar – Der Kaufvertrag muss wasserdicht sein. Der Notar klärt beide Seiten auf und kann rechtlich die Bestätigung der Transaktion bestätigen. Für seine Dienste erhält er ungefähr 1,5 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises zusätzlich.
  • Grunderwerbssteuern – Der Kauf wird auch vom Finanzamt überwacht. Es fallen Gebühren für die Verwaltung an, welche mit Steuern in Höhe von 3,5 bis 6,5 Prozent zuzüglich berechnet werden. Die tatsächlichen Kosten sind vom Bundesland abhängig.
  • Zinsen – Ein Darlehen ist beim Hauskauf die Regel. Die Bank kassiert Zinsen, welche die eigentlichen Ausgaben noch weiter ansteigen lassen. Laufzeit und Summe beeinflussen hier den weiterhin zu entrichtenden Betrag.

Unter www.hauskauf-checkliste.org gibt es im Übrigen eine kostenlose Checkliste zum Download, welche vor dem Hauskauf zwingend beachtet werden sollte.