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Was ist das besondere am Gasthof Traube in Fürfeld?

Der Gasthof Traube ist ein historischer Gasthof in Bad Rappenau-Fürfeld im Landkreis Heilbronn im nördlichen Baden-Württemberg. Das Anwesen geht auf eine 1812 errichtete Zollstation zurück, die nach Gründung des Deutschen Zollvereins 1836 in Privathand kam.

Fürfeld lag ab dem frühen 19. Jahrhundert an der Grenze von Württemberg zu Baden. Der württembergische Staat ließ daher im Jahr 1812 außerhalb des Ortes an der Sinsheimer Straße (heute: B 39) ein zweistöckiges Neben-Zollamt erster Klasse errichten. Das Gebäude war nicht nur Zollstation, sondern gleichzeitig auch Wohnhaus für den jeweiligen Grenzbeamten. Nachdem ab 1834 der Deutsche Zollverein bestand, wurde die Zollstation in Fürfeld nicht mehr benötigt. Der Fürfelder Gastwirt Johann Dietrich Müller erwarb das Gebäude im Jahr 1836 und richtete darin eine Speisegaststätte ein. 1852 brannte das Anwesen durch Brandstiftung nieder, der Täter wurde zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Danach erwarb Louis Stecher das Anwesen, verstarb jedoch bereits 1853 und hinterließ das Anwesen seiner Frau. Sein Sohn Adolph Stecher eröffnete 1877 in dem Gebäude erneut eine Gastwirtschaft, damals bereits die siebte Gastwirtschaft am Ort. Adolph Stecher erhielt außerdem 1877 auch eine Konzession zum Bierbrauen sowie 1878 die Konzession zur Beherbergung von Übernachtungsgästen. 1922 erwarb der Metzger Gustav Mayer das Anwesen von Adolph Stecher und seinen beiden Brüdern. Mayer gab dem Gasthof seinen heutigen Namen Traube. 1960 übernahmen Mayers Tochter Inge und deren Mann Rudi Weber den Gasthof, 1988 kam der Gasthof an den Sohn Harald Weber.