Mieterhöhung: Wann darf die Forderung erhöht werden?

Die Miete wird vom Mieter an den Vermieter überwiesen. Im Gegenzug zu dieser finanziellen Zahlung darf die Mietpartei den festgelegten Wohnraum nutzen. Am häufigsten wird ein Vertrag für die herkömmliche Wohnung geschlossen. Familien haben dabei häufig ein festgelegtes Haushaltsbudget.

Eine Mieterhöhung passt daher häufig nicht ins Konzept. Auch wenn es nur geringe Beträge sind, kann diese zusätzliche Belastung das Budget aus dem Gleichgewicht bringen. Wichtige Aspekte über den Mietvertrag, sowie einen gratis Vordruck, können auf www.mietvertrag-kostenlos.org gefunden werden. Wir beschäftigen uns nachfolgend mit den Anforderungen einer Mieterhöhung.

Wann darf der Vermieter die Miete einer Wohnung erhöhen?

Tatsächlich hat sich der Vermieter nicht an viele Vorschriften zu halten. Nach dem Einzug der Mietpartei darf die Forderung ein Jahr lang keine Steigung erfahren. Auch wenn eine Erhöhung durchgeführt wurde, ist die Jahresfrist für ein weiteres Anheben zu beachten.

Wichtig ist auch, dass der Vermieter die neue Forderung nicht mit der Bekanntgabe durchsetzen kann. Vielmehr ist eine Frist von drei Monaten zu stellen. Dieser Zeitraum ist notwendig. Denn der Mieter muss sich gewissermaßen entscheiden, ob die erhöhte Forderung akzeptiert wird oder ob ein Auszug vorgenommen wird.

Allerdings darf die Mietforderung nicht wahllos erhöht werden. Eine Angleichung die die Umgebung, Stichwort Vergleichsmiete, ist nur zweckmäßig. Eine Steigung von mehr als 20 Prozent über den aktuell geforderten Betrag ist jedoch nicht zulässig. Die Mietsteigerung in angespannten Gebieten ist sogar auf 15 Prozent limitiert.

Wenn Modernisierungen vorgenommen werden müssen, kann eine Mietsteigerung ebenfalls gerechtfertigt sein. Allerdings müssen diese Verbesserungen am Haus oder der Einrichtung dann auch vorgenommen werden. Wird der neuerdings gehobene Wohnstandard, dank einer verbesserten Einrichtung, als Grund genannt, so muss dies nachvollzogen werden können.

Ist der Mieter anderer Ansicht, kann die Mieterhöhung verweigert werden. Bei einer maßvollen Angleichung an die Vergleichsmiete hat dies keine Aussicht auf Erfolg. Soll die Erhöhung jedoch wegen einem verbesserten Wohnstandard durchgeführt werden, es wurde jedoch nur eine gebrauchte Waschmaschine installiert, kann die Weigerung Erfolg haben. Denn dieser Standard wäre in anderen Wohneinheiten wohl ebenfalls verbaut.

Für Vermieter und Mieter ist es gleichermaßen wichtig, dass die Erhöhung schriftlich fixiert wird. Der Vermieter sollte seine Entscheidung möglichst ausführlich begründen. Der übliche Standard ist, dass drei Vergleichsmieten beigefügt werden. Diese haben Objekte widerzuspiegeln, die in Ausstattung und Größe vergleichbar sind. Dann kann die Forderung an diese Objekte angepasst werden. Auch der Mietspiegel, sofern für die Region vorhanden, kann als Referenz für die Erhöhung der Miete herangezogen werden.

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