Was ist das Stationary Universe Model?

Das Stationary Universe Model (SUM) wurde seit 2002 von dem Physiker Peter Ostermann auf Basis der originalen Gravitationsgleichungen Albert Einsteins als Alternative zum außerordentlich erfolgreichen Urknallmodell entwickelt (ohne kosmologische Konstante) und beim 12. Marcel Grossmann Meeting vorgestellt (MG12 2009 in Paris, zuvor bei der DPG-Frühjahrstagung 2007 Heidelberg, erste pre-prints bei arXiv.org). Gegenüber dem aufgrund exzellenter numerischer Bestätigungen seit langem vorherrschenden Standard-Modell (Konkordanzmodell) in Form der inflationären Lambda-CDM-Kosmologie stellt SUM auf Basis eines neuen Linienelements ein Konzept dar, das im Gegensatz zu der trotz übereinstimmender Motivation überholten Steady-State-Theorie mit aktuellen kosmologischen Beobachtungstatsachen grundsätzlich vereinbar scheint.

Das neue kosmologische Modell SUM eines stationären Hintergrund-Universums beinhaltet keine Expansion des Raums. Es geht aus von der physikalischen Tatsache, dass aus Nichts nichts entsteht. Das Weltall wird als eine insgesamt beständige Gegebenheit betrachtet und im Sinne des stationären – nicht aber statischen – Universums von unserem evolutionären Kosmos unterschieden.

Im Gegensatz zu SUM sollte das expandierende Universum der Steady-State-Theorie nur aufgrund ständiger ‘Auffüllung’ aus dem Nichts eine gleichbleibende Materiedichte aufweisen. Trotz gemeinsamer Voraussetzung des perfekten kosmologischen Prinzips unterscheidet sich das Model SUM außerdem mit statistisch konstanten Werten der Rotverschiebung kosmischer Strahlungsquellen fundamental von der Steady-State-Theorie. Die exakt abgeleiteten gleichbleibenden SUM-Rotverschiebungswerte entsprechen den nach Voraussetzung statistisch gleichbleibenden euklidischen Entfernungen in universalen Koordinaten, die aus historischen Gründen auch als mitbewegt bezeichnet werden (comoving coordinates). Nach einer zunächst rein mathematischen Ableitung einer stationären Hintergrundstrahlung mit Planck-Spektrum (ohne Zurückführung auf einen Urknall) wurde eine SUM-Vorgängerversion weiterentwickelt und zu Model of a Stationary Background Universe Behind Our Cosmos (2013) ausgebaut.

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  1. Celina Ann

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