Britisches Unternehmen möchte aus Gezeiten Strom machen!

Ebbe und Flut, die Gezeiten, wechseln vier Mal am Tag. Ein britisches Unternehmen möchte an der Westküste jetzt acht Gezeitenkraftwerke errichten, um diese natürliche Energiequelle anzuzapfen. Die Firma läuft auf den Namen „TidalLagoon Power“. Der Standort des ersten Kraftwerks soll Swansea an der Nordküste werden.

Ziel ist es eine künstliche Lagune zu errichten. Dabei handelt es sich um ein Becken, welches von einer Mole umschlossen wird. Wenn die Flut kommt schießt das Wasser in die Lagune und bei Ebbe verlässt es diese wieder. Beim Ein- und Abfließen wird jeweils Druck aufgebaut, welcher eine Turbine antreibt. Damit der Druck stark genug ist, werden Tore eingebaut, welche zur richtigen Zeit geöffnet werden.

Beeindruckend werden die Ausmaße dieser Kraftwerke sein. Allein die Mole wird 3 Kilometer bis ins Meer hineinreichen. Die Gesamtlänge wird auf 9 Kilometer geschätzt, wobei das Turbinenhaus 550 Meter groß sein soll. 26 Turbinen mit einem Durchmesser von 6 Meter werden eingeplant. Das Projekt wird voraussichtlich 1,4 Milliarden Euro kosten. Das Projekt ist durchgeplant, über die Umsetzung wird im kommenden Sommer entschieden. Bei positivem Entscheid ist die Fertigstellung für 2018 geplant.

Im Gegensatz zum Wind- und Sonnenenergie sind die Gezeiten zuverlässig. Dadurch kann täglich an 14 Stunde damit gerechnet werden, dass elektrische Energie erzeugt wird. Dabei soll das erste Kraftwerk bei Swansea nur ein Testlauf sein und der Strom soll noch das Doppelte wie bei der Windenergie kosten. Für 2022 ist die Fertigstellung des nächsten Gezeitenkraftwerks bei Cardiff angesetzt. Dieses soll siebenfach so groß werden und die Energie zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten können.

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