Strompreise fallen und Verbraucher zahlen immer mehr!

Wird der Strom teurer oder zahlen wir nur immer mehr? Auf die Feinheiten muss geachtet werden. Zunächst werfen wir einen Blick auf die Entwicklung des Strompreises seit 2007. Dieser ist für den Endverbraucher im Durchschnitt tatsächlich um 43 Prozent teurer geworden. So geht es aus einer kürzlich veröffentlichten Studie des Vergleichsportals Check24 hervor. Im Gegenzug veröffentlichte das Statistische Bundesamt Daten, nach denen der Strompreis 2014 günstiger war, als im Jahr zuvor.

Diskrepanz – Sinkende Strompreise vs. Steigende Stromkosten!

Beide statistischen Angaben haben ihre Richtigkeit. Die Strompreise fallen und die Stromkosten steigen. Der Verbraucher ist gewissermaßen der Angeschmierte.

Vom Jahr 2013 zu 2014 sind die Preise für die Weiterverteiler um 9,2 Prozent gesunken. Haushalte mussten im Durchschnitt jedoch 1,3 Prozent mehr zahlen. Der Strompreis an der Börse ist seit 2010 bereits um 30 Prozent gefallen. Diese Wertentwicklung hat seinen Weg jedoch nicht in die Haushalte gefunden.

Die Beschaffungskosten für die Energiekonzerne sind also in den vergangenen Jahren kontinuierlich gefallen. Die Preisentwicklung für die Haushalte ist jedoch in die gegensätzliche Richtung ausgeschlagen. In den vergangenen vier Jahren hat es einen Anstieg der Kosten um ein Viertel gegeben.

Wie Verbraucher den Wettbewerb erhöhen können

Strom ist eine Grundversorgung und somit herrscht zwar ein Wettbewerb zwischen den Anbietern, aber die Haushalte haben darauf keinen Einfluss. Diese Annahme ist grundfalsch. Umso mehr Kunden regelmäßig wechseln, desto größer wird der Druck auf die Energiekonzerne. Wird sich vermehrt der günstigste Tarif herausgepickt, so müssen andere Konzerne nachziehen. Es könnte sich eine Abwärtsspirale bei den Preisen entwickeln, so dass gesunkene Kosten auch tatsächlich bei den Haushalten ankommen.

Derzeit sind insbesondere Kunden in der Grundversorgung mit teuren Preisen gestraft. Die Statistik besagt, dass es derzeit noch 37 Prozent der Haushalte sind, die den Grundversorgungstarif nutzen. Im Umkehrschluss würde ein Wechsel hier das größte Einsparpotential freisetzen.

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