Die Koalition und erneuerbare Energien: Was steht im Jahr 2014 an?

Union und SPD einigten sich darauf, bis Ostern 2014 eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vorzulegen. Dieses soll bis zum Sommer beschlossen werden.

Begrenzung des Ausbaus von Windrädern

Die Koalition hat in ihrem Koalitionsvertrag die Begrenzung des Windräderausbaus und des Ausbaus von Solar- und Biogasanlagen beschlossen. Der Anteil erneuerbarer Energien soll bis 2025 auf 40 bis 45 Prozent steigen und bis zum Jahr 2035 auf bis zu 60 Prozent. Sämtliche Einspeisevergütungen unterliegen künftig einer ständigen Degression. Vorab wird festgelegt, wie stark die Einspeisevergütung pro Monat reduziert werden soll.

Auch die Vergütungssätze für ländliche Windenergieanlagen sollen gekürt werden. In Zukunft sollen Windpark- und Solaranlagenbetreiber dazu angehalten werden, ihren produzierten Strom eigens zu vermarkten. An die Reform des Strommarktes trauen sich die Koalitionäre allerdings nicht heran. Weiterhin soll die Versorgungssicherheit mit ordnungsrechtlichen Mitteln gesichert werden. Mehr Informationen zur neuen Ökostrom-Förderung finden Sie auf www.oekostromvergleich24.de.

Der Kapazitätsmechanismus

Erst mittelfristig soll über den Kapazitätsmechanismus entschieden werden, also über eine Vergütung von Erzeugungsleistungen, welche für windlose, wolkenreiche und kalte Tage benötigt wird. Der Bau von flexiblen Gaskraftwerken dauert circa zehn Jahre, weshalb die Abschaltung der noch vorhandenen Atomkraftwerke bis zum Jahr 2022 knapp werden könnte. Die Betreiber von Solar- und Windparks sollen teilweise für diese Kosten aufkommen. Laut Koalitionsvertrag soll geprüft werden, ob von den Anlagenbetreibern ein garantierter Grundlastenanteil geliefert werden soll. Die große Koalition sieht vor, einige Unternehmen aus der Befreiung von der EEG-Umlage herauszunehmen. Die Groko leitet laut einiger Ökoverbände, das Ende der Energiewende ein. Dabei möchte die große Koalition dem derzeitigen Gebaren einen Riegel vorschieben. Derzeit bezahlen normale Kunden, paradoxerweise trotz sinkender Strompreise mehr für Strom, da die EEG-Umlage steigt.

Deutschland droht technische Führungsrolle zu verlieren

Die Koalition sieht einen weiteren Ausbau des Offshore-Stroms vor. Laut Experten steht dies aber zum Widerspruch mit dem Koalitionsvertrag, der besagt, dass die Energiewendekosten möglichst gering ausfallen sollen. Wird der Vertrag tatsächlich so umgesetzt, droht Deutschland die Einbüßung seiner technischen Führungsrolle.

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